Technologietransfer Medizintechnik
In der Medizintechnik finden Methoden der Ingenieurwissenschaften Anwendung auf dem Gebiet der Medizin. Die Kombination von Kenntnissen aus dem Bereich der Technik mit medizinischem Wissen hilft dabei, die Diagnostik, Therapie, Pflege, Rehabilitation und Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die Innovationen der Bayerischen Universitäten und ihrer Universitätskliniken tragen entscheidend zu dieser Verbesserung bei. Hier sehen sie einige Erfindungen auf dem Gebiet der Medizintechnik / Medicalprodukte, die die Bayerische Patentallianz vermarktet/e:
Zungenanker Atemaussetzer während des Schlafes betreffen 2-4% der Bevölkerung. Sie sind Folge krankhaft nachlassender Muskelspannung im Schlund. Die nach hinten zurücksinkende Zunge verschließt dabei die Atemwege. Die so ausgelöste Atemnot stört den Schlaf, die mangelhafte Erholung während der Nacht wird als Tagesschläfrigkeit wahrgenommen und führt zu einer Reihe von Begleit- und Folgeerkrankungen. In Bayern sind 24% der Verkehrsunfälle auf Einschlafen zurückzuführen. Die Standardtherapie ist die Überdruckatmung durch eine Gesichtsmaske, die mit einem Kompressor verbunden ist. Nicht jeder Patient kann diese Therapie tolerieren. Ein neuartiges Silikonimplantat, das vollständig im Zungenkörper verschwindet, dabei nicht einwächst und vom Patienten nicht wahrgenommen wird, verhindert, dass die im Schlaf entspannte Zunge zu weit in den Rachen zurücksinkt. Die Funktionalität der Zunge wird durch dieses Implantat nicht beeinträchtigt.
Bioreaktor zur Herstellung biologischen Gewebes Bioreaktoren sind essenziell für Tissue Engeneering, nicht nur weil sie die in vivo Umgebung in vitro gut simmulieren, sonder auch weil sie systematische Studien zum Verhalten von lebendem Gewebe in mechanischen und biochemischen Fragestellungen liefern. Der vorgestellte Bioreaktor erlaubt eine effektive Konditionierung und Besiedelung unter steriler Umgebung. Aufgrund der optischen Vorrichtung, ist eine online Visualisierung und Dokumentation des Prozesses möglich.
Chirurgisches Implantat zur schraubenfreien Fixierung von Sehnen-Transplantaten am Knochen Die Erfindung beschreibt ein chirurgisches Implantat wahlweise aus Titan oder bioresorbierbarem Material in Form eines speziellen Klemmkeils zur einfachen, schnellen, sicheren, reversiblen und v.a. unmittelbar primär vollbelastbaren Verankerung von Sehnentransplantaten oder ähnlichen Geweben im Knochen. Hauptindikation: Kreuzbandrupturen.
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