
Umwelt: Entfernung von Schwefelwasserstoff
Schwefelwasserstoff ist ein toxischer und korrosiver Umweltschadstoff mit einem unangenehmen Geruch, der aufgrund von Umweltbestimmungen für die Industrie aus Abwässern und Abgasen entfernt werden muss. Eine Erfindung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ermöglicht nun die effiziente katalytische Eliminierung der Schwefelwasserstoff-Arten H2S, HS-, S2-.
Medizin: Verbesserte Knochenheilung durch Kombinationstherapie mit BMP-2 und L51P
Wissenschaftler der Universität Würzburg konnten zeigen, dass ein neuartiges von ihnen identifiziertes Protein mit dem Namen L51P in Kombination mit dem bekannten Protein BMP-2 zu vermehrtem Knochenwachstum führt.
Mehr Informationen zu den beiden Erfindungen:
Entfernung von Schwefelwasserstoff, Referenznummer B70284:
Erdöl, Biogas, Erdgas sowie sämtliche Gasnebenprodukte von Erdöl-Raffinerien enthalten Schwefelwasserstoff. Aufgrund hoher Toxizität von Schwefelwasserstoff und häufig auftretender Korrosionsprobleme in den Industriewerken ist es wichtig, den Schwefelwasserstoff im Rahmen der Verarbeitungsprozesse zu entfernen. Dabei liegt der Höchstwert von industriellen Gas-Strömen bei 1000 ppm, der Wert der Emissionen in die Umwelt darf 5 ppm nicht überschreiten. In Trinkwasser sollte die Konzentration von Schwefelwasserstoff 0.05 mg/l nicht überschreiten (ca. 1. μM). Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität konnten zeigen, dass speziell modifizierte Eisen-Porphyrine für die effiziente katalytische Eliminierung der Schwefelwasserstoff-Arten H2S, HS-, S2- verwendet werden können. Diese Katalysatoren können dabei für die Entfernung einer großen Bandbreite von Schwefelwasserstoff-Konzentrationen verwendet werden - der Schwefelwasserstoffanteil am Gesamtvolumen von Erdöl, Biogas, Erdgas, etc. liegt zwischen 0,005 % und 90 % - und sind daher in der Lage Schwefelwasserstoff sowohl aus Flüssigkeiten als auch aus Gasen zu eliminieren. Die Porphyrine werden während des katalytischen Zykluses der Eliminierung automatisch regeneriert. Es ist keine separate Katalysator-Reoxydation oder zusätzliche Sauerstoffzufuhr notwenig: Der im Medium (z.B. Ergas) vorhandene Sauerstoff reicht hierfür aus. Darüber hinaus kann der Prozess bei normalen Temperaturen und normalem Luftdruck durchgeführt werden. Die katalytische Reaktion verwandelt den Schwefelwasserstoff dabei entweder in feste Materie (elementarer Schwefel) oder lösliche Produkte (Sulfit). Dies kann über eine entsprechende Veränderung der pH-Werte gesteuert werden. So kann der gesamte Prozess an jede spezifische Anwendung und technische Gegebenheiten angepasst werden. Das neue und patentierte Verfahren bietet große Vorteile im Vergleich zu bestehenden Methoden. Diese können häufig nur bei hohen Temperaturen und unter hohem Druck durchgeführt werden. Darüber hinaus sind oftmals separate Verfahren zur Regeneration der Katalysatoren, die für die Eliminierung des Wasserstoffs benötigt werden, notwenig. Die Nachfrage nach Verfahren zur Entschwefelung im Rahmen industrieller Verarbeitungsprozesse ist groß. Die Erfindung richtet sich insbesondere an Raffinerien, Ölfirmen, Schwefelverarbeitende Chemie-Firmen, Arzneimittel-Hersteller, die Zuckerindustrie, Abwasser- und Wasseraufbereitungswerke sowie Biogas-Erzeuger. Referenznummer B70284: Zum detaillierten Technologieangebot. Ansprechpartner Maciej Kuczynski Wirtschaftschemiker Lizenzmanagement Life Sciences Tel. +49 89 5480177-31
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BMP-2 und L51P, Referenznummer B43995:
Das "Bone morphogenetic Protein 2" (BMP-2) ist in der Lage die Knochenheilung zu stimulieren und wird daher bereits seit längerem zur Behandlung von Knochenbrüchen und Knochendefekten eingesetzt. Jedoch ist seine therapeutische Wirkung sehr beschränkt. Verantwortlich hierfür sind die BMP Antagonisten Noggin, Chordin und Gremlin, welche die knochenbildende Wirkung des BMP-2 neutralisieren. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben nun ein neuartiges Protein mit dem Namen L51P identifiziert, das diese Antagonisten hemmt, und konnten zeigen, dass eine Kombination von BMP-2 und L51P zu vermehrtem Knochenwachstum führt.
Das wissenschaftliche Team der Universität Würzburg führte hierfür präklinische In-vitro und In-vivo Studien durch. Es stellte fest, dass die alleinige Applizierung von L51P, eine strukturmodifizierte Variante von BMP-2, die Knochenheilung nicht stimulieren kann. Die kombinierte Verabreichung von BMP-2 und L51P führte jedoch durch die stimulierende Wirkung BMP-2 in Kombination mit der Inhibition von Noggin, Chordin und Gremlin durch L51P zu einer signifikanten Steigerung der BMP-Aktivitäten und somit zu einer verbesserten Knochenheilung.
Die Bayerische Patentallianz sucht nun nach Lizenznehmern, die eine Weiterentwicklung dieser patentierten Technologie zu einer für Patienten geeigneten Kombinationstherapie vorantreiben. Da BMP-2 nicht nur eine Rolle bei der Knochenheilung spielt, könnten sogar noch weitere klinische Anwendungen angestrebt werden. BMP-2 und andere Mitglieder der sogenannten TGF-b Familie regeln die Entwicklung und die Regeneration vieler Gewebarten und Organe. So kann die Fehlregulierung von BMP und TGF-b u.a. zu Krankheiten wie Fibrose, Osteoporose, Krebs oder Arthritis führen.
Referenznummer B43995: Hier finden Sie das detaillierte Technologieangebot.
Ansprechpartnerin Dr. Cécile Henrich-Burkhardt Lizenzmanagement Life Sciences Tel. +49 89 5480177-16
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Bild Umwelt: erikdegraaf Bild Medizin: Dan Race
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