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Die Bayerische Patentallianz GmbH schließt zwei Lizenzverträge mit der 2mag AG über ein Bioreaktorsystem und ein Probenahmesystem

29. September 2009


Die Bayerische Patentallianz GmbH, die zentrale Patent- und Vermarktungsagentur der bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, schließt für zwei Technologien der Technischen Universität München (TUM) auf dem Gebiet der Bioverfahrenstechnik Lizenzverträge ab. Demnach erwirbt die 2mag AG, ein innovatives Unternehmen im Bereich Labortechnik, die weltweiten und exklusiven Rechte zur Herstellung und Vermarktung eines neuartigen Bioreaktorsystems sowie eines Probenahmesystems.

 

Bioreaktoren werden eingesetzt, um biotechnologische Prozesse durchführen zu können. In diesen Behältnissen kultiviert man z.B. Zellen in einem Nährmedium, um bestimmte Stoffumwandlungen hervorzurufen und die daraus entstehenden Produkte u.a. für die pharmazeutische Forschung und die Umwelttechnik zu nutzen. Eine optimale Ausbeute stellt jedoch sehr hohe Anforderungen an die Bedingungen innerhalb des Reaktors. Es gilt daher, eine große Anzahl von Parametern, wie beispielsweise den Sauerstoffeintrag, zu kontrollieren und zu steuern. Bislang war es nur möglich eine relativ kleine Anzahl von Bioreaktoren unter diesen kontrollierten Reaktionsbedingungen zu betreiben.

 

Das nun von der 2mag AG einlizenzierte Verfahren zur Kultivierung von Zellen in einem flüssigen Nährmedium wurde von Prof. Weuster-Botz am Lehrstuhl für Bioverfahrenstechnik der TUM entwickelt und ermöglicht den effektiven und parallelen Betrieb 48 kleinen Bioreaktoren unter kontrollierten Bedingungen. Neuartige Rührgeräte und speziell geformte Einwegbehälter sorgen für einen effizienten Eintrag zugeführter Gase (z.B. Luft) mit der Flüssigkeit, was ein optimales Wachstum der Zellen sicherstellt. Der zusätzliche Einsatz von Pipettier-Robotern ermöglicht darüber hinaus einen voll automatisierbaren Parallelbetrieb, der erstmalig effizient und individuell kontrolliert werden kann. So können beispielsweise statt einem Experiment im kontrollierten 0,5 l Rührkesselreaktor mit demselben Reaktionsvolumen zeitgleich 50 Experimente in 50 parallelen 10 ml-Rührreaktoren automatisiert durchgeführt werden. Das bedeutet den 50-fachen Informationsgewinn in derselben Versuchszeit.

Ein solches neues Bioreaktorsystem in ‚Schuhkartongröße’ mit 48 Rührreaktoren wird die 2mag AG auf der BIOTECHNICA vom 06. bis 08. Oktober in Hannover vorstellen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.biotechnica.de. Ferner hat die 2mag AG durch den Abschluß eines zweiten Lizenzvertrages die Rechte zur Herstellung und Vermarktung eines neuartigen Probenahmesystems erworben. Das neuartige System zur Überwachung des Verfahrensablaufs in Bioreaktoren ist extrem einfach in der Handhabung, reduziert so manuelle Fehler und macht die Probenahme reproduzierbarer und zuverlässiger.


Für die Bayerischen Patentallianz GmbH führte Dr. Detlef Eric Hinz die Verhandlungen in enger Abstimmung mit dem Patent- und Lizenzbüro der Technischen Universität München. „In der Bayerischen Patentallianz hatten wir einen Ansprechpartner, der das gesamte Vertragsprozedere unbürokratisch und professionell vorangetrieben hat“, so Michael Fischer, Vorstandsvorsitzender der 2mag AG. Die beiden Lizenzverträge zeigen, dass die TUM über umfangreiche Erfahrungen auf dem Gebiet der Bioverfahrenstechnik verfügt, insbesondere zu Aspekten der technischen Nutzung biologischer Stoffumwandlungen in Bioreaktoren.

 

2mag AG

2mag stellt seit über 30 Jahre Kompetenz in der Konzeption, Entwicklung, Produktion und Vertrieb von magnetischen und induktiven Antriebskonzepten, wie z.B. Magnetrührer, zur Verfügung.
www.2mag.de

Technische Universität München


Die TUM zählt zu den besten Universitäten Deutschlands. Als eine der ersten drei Universitäten wird sie im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert. Auch die einschlägigen Rankings unterstreichen das: Nr. 1 im Forschungsranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), Nr. 1 im FOCUS-Uniranking. Spitzenleistung hat in der 1868 gegründeten Hochschule Tradition. Sechs Nobelpreisträger und namhafte Erfinder wie Carl von Linde, Rudolf Diesel, Claude Dornier, Oskar von Miller und Willy Messerschmitt gingen aus ihr hervor.
Mit ihren 13 Fakultäten bildet die TUM in 133 Studiengängen ca. 23.300 Studierende aus, davon 20 Prozent aus dem Ausland. Die Schwerpunktfelder sind die Ingenieur- und Naturwissenschaften, Medizin und Lebenswissenschaften sowie die Wirtschaftswissenschaften und
Lehrerbildung. Diese Fächerkombination ist in Europa einzigartig und gestattet, komplexe Forschungsthemen interdisziplinär anzugehen.
www.tum.de

Bayerische Patentallianz GmbH


Die Bayerische Patentallianz GmbH bewertet und vermarktet Erfindungen von mehr als 17.000 Wissenschaftlern in Bayern. Sie zählt zu den größten Patent- und Vermarktungsagenturen in Deutschland. Seit ihrer Gründung am 1.1. 2007 setzt sich die Bayerische Patentallianz als Dienstleister für den Wissenschaftstransfer ein. Mit ihrem interdisziplinären Team aus Wissenschaftlern und Wirtschaftsfachleuten betreut sie Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Bayern rund um den Themenbereich Erfindungen, Patente und Lizenzen. Dank der  international renommierten Forschungsqualität der bayerischen Hochschulen verfügt die Agentur über ein hochwertiges Spektrum vermarktungsfähiger Erfindungen aus etwa 300 Patentfamilien – von der Biotechnologie über Medizin/Pharma, Chemie bis zu Ingenieurwissenschaften und Informatik. Die Bayerische Patentallianz GmbH ist ein Unternehmen der Universität Bayern e.V. und der Hochschule Bayern e.V. Die Gesellschaft setzt die Hochschulpatentinitiative „BayernPatent“ um. Dabei wird sie sowohl durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung
und Kunst als auch durch die Initiative „SIGNO-Hochschulen“ (Schutz von Ideen für die gewerbliche Nutzung), das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zur Unterstützung von Hochschulen, Unternehmen und freien Erfindern bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen gefördert. Weitere Unterstützung erhält die Bayerische Patentallianz GmbH vom Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e.V. und der bayerischen Landesvertretung des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI). www.baypat.de



Download: Pressemitteilung_BayPat_2mag.pdf

 


Pressekontakt:

Dipl.-Kfm. Markus Berninger
Tel.:+49-89-5480-177-21
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