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Erfindungen der bayerischen Universitäten werden auf Youtube vorgestellt

16. November 2010

Die Bayerische Patentallianz GmbH, die Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften, stellt zusammen mit der Technischen Universität München (TUM) eine Erfindung aus dem Bereich Maschinenwesen auf Youtube vor. Künftig wird das Medium eine zunehmende Rolle in der Vermarktung von Erfindungen aus Bayerns größtem Technologiepool einnehmen.

 

Erfindungen sind in der Regel sehr erklärungsbedürftig. Aus diesem Grund stellt die Bayerische Patentallianz GmbH nun erstmals eine Erfindung in Form eines Videopodcasts auf der Videoplattform Youtube vor. In den nächsten Monaten werden weitere Erfindungen aus dem umfangreichen Technologiepool der bayerischen Universitäten und Hochschulen auf dem Youtube-Kanal BaypatTV unter www.youtube.com/baypattv präsentiert werden.

Bei der vorgestellten Erfindung der TUM unter www.youtube.com/watch?v=0dq0tUniBFE  handelt es sich um eine flexible Spannvorrichtung, welche die automatisierte Fertigung von Werkstücken auf Standard-Fertigungssystemen ermöglicht. Die Erfindung, die von Thomas Gmeiner und Christoph Ertelt am Lehrstuhl für Produktentwicklung, Fakultät für Maschinenwesen, entwickelt wurde trägt den neuen Marktbedingungen Rechnung, wonach die Herstellung von Bauteilen und Produkten in immer kleineren Losgrößen und immer zahlreicheren Varianten erforderlich ist. Dies bedingt  einen häufigen Wechsel der Werkstückgeometrien und damit eine häufige Anpassung der Spannvorrichtungen die  für die Bearbeitung und Fertigstellung der Bauteile nötig sind.  Die Konfiguration und Handhabung der Spannvorrichtungen ist unter diesen Umständen einer der zeit- und kostenintensivsten Faktoren und häufig ein  Engpass im Produktionsablauf. Ziel der Forschungsarbeiten der TUM Wissenschaftler war es, eine Spannsystemlösung zu finden, mit deren Hilfe die Anpassung an unterschiedliche Werkstückgeometrien möglichst effizient ausgeführt werden kann. Denn die weitere Erhöhung der Flexibilität, des Automatisierungsgrades und der Produktivität insbesondere von Flexiblen Fertigungssysteme (FFS, FMS) wie aber auch von einzelnen Werkzeugmaschinen ist ein wesentliches Grundanliegen der potentiellen Nutzer wie Maschinenbauhersteller, Fertigungszentrenhersteller, Automatisierungs- und Produktionsmittelhersteller, Anlagenhersteller, Spannmittelhersteller sowie dem produzierenden Gewerbe.

Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine automatische Anpassung der Spannvorrichtung an eine Vielzahl möglicher Werkstückkonturen  sowie eine unbeaufsichtigte Bearbeitung für unterschiedliche Aufträge, z.B. für die 3.Schicht oder den Nachtlauf. Dies führt zu einer deutlichen Einsparung von Vorlauf- und Umrüstzeiten. Ein Prototyp der Erfindung liegt vor, eine Steuerungsmethode und entsprechende Software sind in Entwicklung. Die schutzrechtlich gesicherte Erfindung kann von der Industrie lizenziert werden.

Technische Universität München  
Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 460 Professorinnen und Professoren, 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (ein- schließlich Klinikum rechts der Isar) und 26.000 Studierenden eine der führenden Universitäten Europas. Ihre Schwerpunktfelder sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Medizin und Wirtschaftswissenschaften. Nach zahlreichen Auszeichnungen wurde sie 2006 vom Wissenschaftsrat und der Deutschen Forschungsgemeinschaft zur Exzellenzuniversität gewählt. Das weltweite Netzwerk der TUM umfasst auch eine Dependance in Singapur. Die TUM ist dem Leitbild einer unternehmerischen Universität verpflichtet.
www.tum.de

Bayerische Patentallianz GmbH
Die Bayerische Patentallianz GmbH vermarktet als zentrale Patent- und Vermarktungsagentur von 28 bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften die Erfindungen von mehr als 17.000 Wissenschaftlern. Dabei unterstützt sie die Wissenschaftler, ihre Erfindung zu schützen und anschließend einer kommerziellen Nutzung zuzuführen. Für die Industrie stellt sie einen einzigartigen Zugang zum größten Technologiepool Bayerns bereit. Dank der international renommierten Forschungsqualität der bayerischen Universitäten und Hochschulen verfügt die die Bayerische Patentallianz GmbH über zahlreiche innovative und schutzrechtlich gesicherte Erfindungen aus den Bereichen Life Sciences und Physical Sciences.
www.baypat.de

 

 

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Pressekontakt:

Dipl.-Kfm. Markus Berninger
Tel.:+49-89-5480-177-21
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