SCHWEISSVERFAHREN FÜR UNTERSCHIEDLICHE MATERIALKOMBINATIONEN

SCHWEISSVERFAHREN FÜR UNTERSCHIEDLICHE MATERIALKOMBINATIONEN

HERAUSFORDERUNG

Beim konventionellem Schweißen wird durch die hohen Schweißtemperaturen sehr viel Wärme in das Werkstück eingebracht, was zu ungewünschter Verformung und veränderten Materialeigenschaften an der Schweißnaht führt. Meist sind daher die Schweißnähte die ersten Bruchstellen bei hoher Belastung. Auch sind unterschiedliche Materialen oft nur schwer konventionell schweißbar, da sich die Schmelztemperaturen deutlich unterscheiden. Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zum Herstellen von Reibschweißverbindungen an I-, V-, Doppel-V-, Überlapp-, Kehl-, Rundnähten oder von Punktverbindungen mit allen schweißbaren Materialien ohne die beschriebenen Nachteile herkömmlicher Verfahren.

INNOVATION

Durch Reibauftrag mit geeigneten Reib- und Wärmeparametern können mit handelsüblichen Stab oder Scheibenmaterialien Press-Schweißnähte in sehr guter Qualität und mit hoher Schweißgeschwindigkeit mit geringem Wärmeeinfluss ausgeführt werden.

MARKTCHANCEN

  • Unterschiedliche Materialkombinationen können verbunden werden
  • Auch schwer schweißbare Werkstoffe können verarbeitet werden, ähnlich dem Rotationsreibschweißen
  • Keine Erwärmung auf Schmelztemperatur notwendig, dadurch geringere Wärmebelastung der Werkstücke, weniger Verzug

ENTWICKLUNGSSTAND

Die Machbarkeit wurde gezeigt, die Hochschule bietet Beratung beim Einsatz und bei der Weiterentwicklung sowie Durchführung von Auftragsforschung an.

Abbildung: Nahtgefüge und Bindung von S235 mit S235 Bild 2: I-Naht an 2 Edelstahlblechen
Dr. Tobias Steinel
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